Über uns

Die Privatschule Dr. Bossard ist ein Familienbetrieb und wird von der Familie Bossard in der dritten und vierten Generation geleitet. Die Schule hat ihre Wurzeln in der Medizin (Kinderheilstätten) und im Tourismus (Internationaler Ferienbetrieb). Aus den Ursprüngen um 1900 ist eine spezialisierte Schule gewachsen, die ihr persönliches Gesicht bis heute bewahrt hat.

 

Geschichtliche Entwicklung

  • Anfang der 1880er Jahre verbringt der bekannte Arzt Dr. med. Josef Hürlimann im „Rigi-Klösterli“ einen Kuraufenthalt. Dort "kam ihm, inmitten der Kurgesellschaft, welche sich in ihrer Ruhe durch die lärmenden Kinder oft gestört sah, der glückliche Gedanke, sein Haus in Aegeri für eine Kuranstalt für Kinder einzurichten" (Dr. Hess, Dr. med. Josef Hürlimann, 1911). Am 1. Mai 1881 eröffnete Dr. Hürlimann seine „Kinderkuranstalt am Aegerisee“. In kurzer Zeit war die Nachfrage sehr gross.

  • Im Guggital ob Zug richtet Fridolina Bossard-Hürlimann, Schwester von Dr. med. Hürlimann, mit ihrem Gatten Conrad in ihrem Bauernhaus («Chalet Guggital») einen Speisesaal ein für die Kinder, die mit ihren Eltern im benachbarten Hotel Guggithal ihre Ferien verbringen. Der Bauernhof wird zur Tagesstätte für die Kinder der Hotelgäste.

  • Fridolina Bossard-Hürlimann zieht mit ihrem Mann Conrad und den drei Kindern Konrad, August und Marie nach Unterägeri. Sie betreiben dort die Telegrafenstation und die Papeterie. Sie nimmt überzählige Kinder von ihrem Bruder Dr. med. J. Hürlimann («Kinderkuranstalt am Ägerisee») in ihrem Haus auf. Das Kinderheim Bossard-Hürlimann entsteht.

  • Das Ferienkinderheim entwickelt sich schnell und erfreut sich eines grossen Zulaufes aus der Schweiz und dem europäischen Ausland. Das Haupthaus wird mit drei Kurterrassen ausgestattet und eine gepflegte Gartenanlage angelegt.

  • Es treffen die ersten Feriengäste aus Übersee (USA) ein. Im gleichen Jahr wird auch die erste Lehrerin angestellt, welche die Langzeitgäste unterrichtet. Es entsteht der erste Prospekt des Kinderheims Bossard-Hürlimann.

  • Kauf des Bauerngutes «Birmischlos» für eine zukünftige medizinisch-pädagogische Einrichtung. Das Birmi wird heute als Schule und als grosszügiges Freizeitareal mit Fussballplatz, Reitplatz, Feuerstellen, Teichen usw. genutzt.

  • Nach dem Tod von Fridolina Bossard-Hürlimann übernehmen ihre beiden Söhne, die Ärzte Konrad und August, das Kinderheim. Es nennt sich nun Privatkinderheim Drs. med. K. Bossard.

  • Bis 1930 wird die Anlage des Privatkinderheims Drs. med. K. & A. Bossard kontinuierlich durch Zukäufe angrenzender Liegenschaften erweitert. Sämtliche Häuser werden auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Es entsteht auch das erste Schulzimmer für die Beschulung der Langzeitgäste.

  • Das Privatkinderheim Drs. meds. K. & A. Bossard erfreut sich das ganze Jahr über grosser Nachfrage von Kuranten und Ferienkindern. Im Winter werden die grossen Schneeburgen zum Markenzeichen des Kinderheims und gelten im ganzen Dorf als Sensation.

  • Da die Kuranten und Feriengäste mehrere Monate und z.T. auch Jahre im Privatkinderheim Drs. meds. K. & A. Bossard wohnen, gewinnt die Schule an Bedeutung. Sie wird vom Erziehungsrat des Kantons Zug als Privatschule anerkannt. Für das in dieser Zeit entstehende Kinderdorf Pestalozzi in Trogen dient die Anlage des Kinderheims als Modell.

  • Das Privatkinderheim Drs. med. Bossard organisiert den ersten Convoi (reservierte SBB Wagons) zwischen Paris und Zürich für die Reise der französischen Gäste. Bis 1978 werden an Weihnachten, Ostern und im Sommer jeweils zwei Convois à 30 – 100 Kinder durchgeführt. Neben den Franzosen kommen die Feriengäste aus dem restlichen Europa, Süd- und Nordamerika, Afrika, Asien (Japan, Vietnam) sowie Australien und lösen die Kuranten allmählich ab.

  • Die Ferienkinder finden Abwechslung in Spielen, Sport und Ausflügen. Mit Dr. med. August Bossard basteln die Kinder Schiffe und kreieren Modell-Segelflieger und Heissluftballone von sensationellen Ausmassen. Es werden auch fleissig Theaterstücke eingeübt (hier: «Der Mann im Mond») und damit die Tradition des Schultheaters begründet. Diese wird noch heute in den traditionellen Weihnachts- und Sommertheatern mit grossem Engagement gelebt.

  • Dr. med. K. Bossard stirbt am 15. April. Die allgemeine Leitung übernimmt seine Frau, Ida-Elena Bossard-Arnold.

  • Infolge der Öl- und Währungskrisen in den 1970er Jahren nehmen die internationalen Gäste markant ab. Die Schule gewinnt immer mehr an Bedeutung. Deshalb wird auf dem Landgut «Birmi» kräftig in die Schule investiert. Neue  Schulzimmer entstehen.

  • Der Verein Privatschule Dr. Bossard wird als Trägerschaft der Schule gegründet. Die inoffizielle Vereinsgründung findet im Bahnhofbuffet Zug statt. Das erste provisorische Protokoll schreibt C. Bossard auf eine Tischserviette. Die offizielle Vereinsgründung erfolgt im gleichen Jahr. Bereits im Jahr 1965 wurde die Schule für Einzelfälle von der Invalidenversicherung (IV) anerkannt, 1969 erfolgte die volle Anerkennung.

  • Frau Ida-Elena Bossard-Arnold stirbt. Die Gesamtleitung übernehmen ihre vier Kinder Konrad, Maria, Constantin und Elisabeth. Mit grossem Aufwand und Geschick wird die Anlage weiter ausgebaut und verbessert (Schulzimmer, Wohnräume, Freizeitanlagen). Die Schule entwickelt sich zu einer spezialisierten Schule für Kinder mit schweren Sprachstörungen und anderen Schulschwierigkeiten.

  • Die Schule wird für ihre Qualität und Erfolge überregional geschätzt. Die Schulkinder kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum der Schweiz. Anlage und Infrastruktur werden ständig verbessert. So wird eine Gymnastikhalle gebaut, welche sportliche Spiele bei jedem Wetter erlaubt.

  • Auf dem Landgut Birmi werden der alte Kuhstall und das Tenn in ein neues, modernes Schulzimmer mit Nebenraum umgebaut. Die originalen Sandsteinwände aus dem «Birmi»-Steinbruch bleiben erhalten. Damit wird das Prinzip «Wohnen im Dorf – Schule auf dem Berg» weiter gefestigt.

  • Im Rahmen der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung (NFA) zieht sich die IV komplett aus dem Sonderschulbereich zurück. Die Privatschule Dr. Bossard schliesst mit der Direktion für Bildung und Kultur des Kantons Zug eine Leistungsvereinbarung ab, welche das Angebot regelt. Mittlerweile engagiert sich bereits die 4. Generation in der Schule.

  • Im Jubliäumsjahr des 120jährigen Bestehens unserer Institution dürfen wir am 9. März 2016 den Doron Preis 2016 in Empfang nehmen. Diese Auszeichnung bedeutet uns eine grosse Wertschätzung unserer Arbeit, ist aber auch Motivation und Verpflichtung, uns auch in Zukunft nach Kräften für unsere Schülerinnen und Schüler einzusetzen.

     

    Website der Schweizerischen Stiftung für den Doronpreis 

     

    Laudation von Herrn a Regierungsrat Patrick Cotti

     

    Verdankung durch Frau Laura Bossard, Schulleiterin Privatschule Dr. Bossard

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